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Malé, Malediven. Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2019), processed by ESA
Welttag der Meere 2026
Der Welttag der Meere, der seit 2008 von den Vereinten Nationen jährlich am 8. Juni ausgerufen wird, dient als Aufruf, um die Bedeutung der Ozeane für das globale Ökosystem, das Klima und die menschliche Lebensgrundlage zu unterstreichen. Seine Wurzeln liegen im Erdgipfel von Rio de Janeiro 1992, wo erstmals auf globaler Ebene die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit den Weltmeeren und anderen Ökosystemen auf die politische Agenda gesetzt wurde.
Die Meere sind lebenswichtige Systeme: Sie regulieren das Klima, speichern rund 90 Prozent der überschüssigen Wärme des Klimawandels und produzieren mehr als die Hälfte des atmosphärischen Sauerstoffs. Dennoch sind sie unter massivem Druck. Die Erwärmung der Meeresoberfläche, die zunehmende Versauerung, der Verlust von Lebensräumen wie Korallenriffen und Mangroven sowie die Verschmutzung durch Mikroplastik und Schadstoffe führen zu tiefgreifenden strukturellen Veränderungen. In diesem Kontext gewinnt die Fernerkundung aus dem All eine entscheidende Bedeutung. Satellitenbeobachtungen ermöglichen eine kontinuierliche, globale Überwachung der Ozeane – von der Temperaturentwicklung und der Ausdehnung von Algenblüten bis hin zur Detektion von Ölteppichen und Veränderungen in Küstengebieten.
Weitere Infos
Der Copernicus-Dienst zur Überwachung der Meeresumwelt stellt Daten und Produkte zum physikalischen und biogeochemischen Zustand der Meeresumwelt bereit und beobachtet die Eisbedeckung in den Polarmeeren. Die Produkte werden aus der Kombination von Satellitenbeobachtungen, In situ Messungen und Modellrechnungen gewonnen. Der Dienst wird betrieben von Mercator Ocean International. Wer bei Zugang oder Nutzung Hilfe benötigt, kann sich an den Fachkoordinator des Copernicus-Dienstes zur Überwachung der Meeresumwelt am Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie wenden.
Auf unserer Startseite finden Sie eine Übersicht unterschiedlicher Anwendungsmöglichkeiten der Fernerkundung im Bereich Meeresumwelt.
Dieses Bild, das am 16. Januar 2024 von einem der Copernicus-Sentinel-2-Satelliten aufgenommen wurde, zeigt die Korallenriffe der Malediven. Die Copernicus-Meeresdaten ermöglichen eine umfassende Überwachung und Vorhersage der Meeresoberflächentemperaturen sowie anderer physikalischer und chemischer Indikatoren und liefern wertvolle Erkenntnisse über die sich verändernden Bedingungen in den Weltmeeren. Credit: European Union, Copernicus Sentinel-2 image
Phytoplanktonblüte, Barentssee
Dieses Bild, das am 2. August 2021 von einem der Copernicus-Sentinel-3-Satelliten aufgenommen wurde, zeigt eine massive Phytoplanktonblüte in der Barentssee. Im Hochsommer können sich Phytoplanktonblüten im Barentsmeer über Hunderte von Kilometern erstrecken, begünstigt durch die Wasserschichtung zu dieser Jahreszeit. Diese entsteht nicht nur durch starke Sonneneinstrahlung, sondern auch, weil das Barentsmeer durch Wärmeabgabe aus seinen Oberflächenwassern zur Abkühlung der Arktis beiträgt. Credit: European Union, Copernicus Sentinel-3 imagery
Unterwasserdünen der Great Bahama Bank
Die Sentinel-2 Aufnahme vom 29. Mai 2021, zeigt die Unterwasserdünen der Great Bahama Bank im Atlantik. Die Great Bahama Bank ist ein großes Flachwassergebiet zwischen den Inseln Great Exuma und Andros im Bahama-Archipel. Das Meer in diesem Gewässerabschnitt ist nicht tiefer als 5 Meter. Die geringe Tiefe des Meeresbodens begünstigt das Wachstum von Korallen, die einen Großteil der Bank bedecken. Credit: European Union, Copernicus Sentinel-2 imagery
Spitzbergen
Die Sentinel-1 Aufnahme vom 08.12.2024, zeigt Spitzbergen. Mit Sentinel-1 können u.a. die Eisbedeckung und Umweltveränderungen in rauen und abgelegenen Regionen überwacht werden. Das ist wichtig, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökosysteme der Polarregionen zu verstehen und eine sicherere Schifffahrt in arktischen Gewässern zu ermöglichen. Credit: contains modified Copernicus Sentinel data (2024), processed by ESA
Küste von Marokko und Portugal
Eine Studie aus Sentinel-1-Daten und KI zeigt: Rund 75 % der industriellen Fischereischiffe waren bislang „dunkel“, also nicht öffentlich verfolgbar. „Dunkle Flotten“ erschweren den Schutz von Ressourcen. Die Abbildung zeigt 2017–2021 erkannte Schiffe: blau per AIS zugeordnet, orange ohne AIS, zuvor nicht bekannte Fischereifahrzeuge. Credit: ESA (data source: Paolo et al., 2024/Global Fishing Watch)