FutureEO fördert die Entwicklung innovativer Technologien und Anwendungen, um gesellschaftliche Herausforderungen wie den Klimawandel besser zu bewältigen. Das Programm sichert die europäischen Erdbeobachtungsaktivitäten als zentrales Element der deutschen Raumfahrtpolitik, mit den zwei Hauptbestandteilen „Forschungsmissionskomponente )“ und „Entwicklungs- und Nutzungskomponente“. Damit entwickelt, betreibt und nutzt das Programm von der Wissenschaft geforderte Erdbeobachtungsmissionen. Gleichzeitig werden künftige operationelle Missionen bei Copernicus und bei der Europäischen Organisation für die Nutzung Meteorologischer Satelliten (EUMETSAT) vorbereitet.
Die Earth Explorer-Missionen umfassen mehrere Forschungsmissionen der ESA, die sich auf Erdbeobachtung konzentrieren. Diese Missionen liefern wichtige Daten zu verschiedenen Aspekten der Erde, wie Gravitation, Wasserhaushalt, Eisschilde, Magnetfelder, Windprofile und mehr. Sie tragen zur Entwicklung neuer operationeller Satellitenmissionen bei und verbessern das Verständnis von Klimaveränderungen und Umwelteinflüssen.
- (geplant 2029)
Harmony besteht aus zwei identischen nur Signale empfangenden C-Band SAR Satelliten mit einem zusätzlichen thermalen Infrarot-Sensor an Bord. Beide Satelliten werden die Copernicus Sentinel-1 Satelliten begleiten und dessen von der Erde rückgestreute Signale empfangen. Damit kann insbesondere der Austausch zwischen dem Ozean und der Atmosphäre in Bezug auf Bewegung, Wärmekapazität und Feuchtigkeit studiert werden.
- FORUM (Geplant 2027)
Die FORUM-Mission soll neue Erkenntnisse zu dem Strahlungshaushalt der Erde vermitteln.
- FLEX (geplant 2026)
FLEX steht für r. Mit Hilfe eines abbildenden Spektrometers soll hierbei die von Pflanzen ausgestrahlte Lichtmenge gemessen werden.
- (geplant April 2025)
ist eine Radarmission zur Bestimmung der Biomasse in den Wäldern der Erde.
- (Mai 2024)
(, ) untersucht die Zusammenhänge und Wirkungen von Wolken und Aerosol-Partikeln auf den Strahlungshaushalt der Erde.
- Aeolus (22. August 2018)
Ziel der Aeolus-Mission ist es, globale Beobachtungsdaten des zweidimensionalen Windfeldes zu liefern. Diese Beobachtungen schließen eine wichtige Lücke im bestehenden meteorologischen Beobachtungsnetzwerk und können wesentlich zur Verbesserung der numerischen Wettervorhersage beitragen – besonders der mittelfristigen Vorhersage.
- (November 2013)
Swarm liefert die bisher genaueste Vermessung des Erdmagnetfeldes und seiner zeitlichen Veränderung. Daraus können u.a. neue Einblicke in den Aufbau und die Prozesse im Erdinneren und in der oberen Atmosphäre gewonnen werden.
- Cryosat-2 (April 2010)
Die CryoSat-Mission sammelt Daten über die Dicke der polaren Eisüberdeckung und des Meereises.
- SMOS (November 2009)
SMOS ist ein Pionier der Meeresforschung aus dem All. Der Satellit lieferte erstmalig Daten für globale Karten der Bodenfeuchte und des Salzgehaltes der Ozeane.
- GOCE (März 2009 bis November 2013)
GOCE () hat mit bisher unerreichter Präzision das Schwerefeld der Erde vermessen. Die Ergebnisse sind insbesondere für die Ozeanographie, die Geophysik und die Erforschung des Meeresspiegels wichtig.
Aufbau/Struktur
und die Programmelemente bilden zusammen mit der das Erdbeobachtungsprogramm der ESA, welches alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für innovative und operationelle Missionen und Nutzung der Daten im Bereich der Erdbeobachtung zusammenfasst. Somit umfasst das Erdbeobachtungsprogramm der ESA sowohl die wissenschaftliche Forschung, den Aufbau von operationellen Satellitensystemen und Services als auch praktische Anwendungen:
- ermöglicht durch die gezielte Technologievorbereitung die Entwicklung, den Bau und den Betrieb von neuen und innovativen Erdbeobachtungsmissionen mit klar definierten wissenschaftlichen Zielen. Ergänzt wird der Betrieb durch eine umfassende Förderung der wissenschaftlichen Datenanwendung;
- setzt aufbauend aus den Erfahrungen von operationelle Missionen im Bereich Meteorologie um, fördert innovative Ansätze für Missionen, integriert diese Technologien und stellt sicher, dass die Ergebnisse und Daten der Missionen in praktischen gezielten Anwendungen und insbesondere operationellen Datendienste genutzt werden können
Unterprogramme
Die oben genannten Missionen sowie die zuvor durchgeführten Missions- und Technologiestudien, ebenso wie der Betrieb und die wissenschaftliche Datenauswertung, werden in eigenen Teilprogrammen durchgeführt. Weitergehende Information finden sich neben den oben genannten missionsbezogenen Webseiten unter .
>> Die hier aufgeführten Teilprogramme werden nach der Ministerkonferenz 2025 umstrukturiert. Programmelemente aus wie und werden dann in eingegliedert.<<
1. Missionsstudien und Technologieförderung
Rahmen dieses Teilprogramms werden Vorstudien zu künftigen Missionen, in der Regel durch ein festgelegtes Wettbewerbsverfahren, durchgeführt. Die Missionsstudien werden mit einem hohen wissenschaftlichen und technischen Reifegrad abgeschlossen, so dass eine fundierte Auswahl für die Implementierung einer Mission vorgenommen werden kann. Begleitend werden Entwicklungen zu Kern- und kritischen Technologien gefördert, um weitergehende Risiken auszuschließen. Darüberhinaus werden Technologiestudien zu Detektoren, optischen Systemen und künftigen Messinstrumente durchgeführt. Dieses Programmelement unterstützt nicht nur die Missionen aus , sondern auch aus Copernicus und dem meteorologischen Programm.
2. Missionsimplementierung
Die ausgewählten sowie die SCOUT Missionen und die „“ erhalten in diesem Teilprogramm ihr Budget für ihre Implementierung. Nach einer Designphase wird der Bau der Mission bis zum Start und zur Inbetriebnahme vorrangetrieben. Die Missionen sind zentral für die wissenschaftliche Erforschung der Erde aus dem All. SCOUT-Missionen sind Missionen mit begrenzterem Umfang, die daher auch schneller und mit reduzierten Aufwand umgesetzt werden können. Mit einer „“ setzt die ESA – soweit möglich – gemeinsam mit einer dritten Raumfahrtagentur, die nicht aus einem Mitgliedsland der ESA stammt, eine Missionsidee um.
Zusätzlich entwickelt die ESA die für den Betrieb notwendigen Komponenten im Raumfahrtkontrollzentrum sowie Systeme zur Verarbeitung der Missionsdaten im Nutzlastbodensegment. Dabei kommen missionsübergreifende Ansätze zur Anwendung.
3. Missionsbetrieb und Datenbereitstellung
Nach dem erfolgreichen Start und der Inbetriebnahme einer Mission übernimmt das Missionsmanagement die Verantwortung für den Betrieb des Satelliten sowie für die optimale Nutzung der Missionsdaten – einschließlich ihrer kontinuierlichen Verbesserung und Qualitätsüberwachung. Dabei wird sichergestellt, dass der Satellit möglichst effizient genutzt wird, seinen Betrieb ungestört ausführen und idealerweise länger als geplant im Einsatz bleiben kann. Dazu gehören vor allem die technische Überwachung aller Satellitenfunktionen, der Downlink der Daten sowie deren Verarbeitung in dafür vorgesehene Verarbeitungszentren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und weitere Nutzende können die Daten anschließend abrufen (z.B. über Missions – Earth Online ). Gegen Ende der Mission wird schließlich geplant, wie der Satellit, ohne Schaden zu verursachen, in die Erdatmosphäre abgesenkt oder in einen Ruheorbit gebracht werden kann.
4.
Die EO Science for Society zielt darauf ab, die Auswirkungen europäischer EO-Ressourcen auf die Gesellschaft zu maximieren und die europäische Wettbewerbsfähigkeit bei der Nutzung aller EO-Missionen zu fördern. Die vier Kernbereiche des Programms konzentrieren sich darauf, wissenschaftliche Exzellenz zu liefern, innovative Anwendungen voranzutreiben, die Industrie zu stärken und auf regionale Bedürfnisse einzugehen. Sie fördern den Übergang von der Forschung zur praktischen Anwendung, nutzen moderne Technologien und ermöglichen schnelle Reaktionen auf spezifische regionale Anforderungen. Die dauerhafte bietet die Möglichkeit für innovative Vorschläge für alle Kern- und Querschnittselemente. Information zu aktuellen Ausschreibungen, Veranstaltungen und laufenden Projekten finden Sie auf dem Portal des Programmelements.
Geschichte/Meilensteine
- 03/2002Start ENVISAT (2. März 2002), Betriebsende (8. April 2012)Start GOCE (17.03.2009), Wiedereintritt (13. November 2013)
- 11/2009Start SMOS
- 04/2010Start CryoSat-2
- 11/2013Start Swarm
- 08/2018Start Aeolus (22. August 2018), Wiedereintritt (25. Juli 2023)
- 05/2024Start EarthCARE
- 04/2025Start BIOMASS (29.04.2025)
- 11/2025Start HydroGNSS (Start November 2025)
- 2026geplanter Start FLEX (Q2 2026)
- 2027Start Forum (Start nicht vor Q4 2027)
- 2029Start Harmony (Start nicht vor Q4 2029)
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