Die ersten sieben Satelliten der Meteosat-Reihe bilden die erste Satellitengeneration, die weitestgehend auf der gleichen Technologie basiert. Der letzte Satellit dieser Generation, Meteosat-7, wurde im April 2017 außer Dienst gestellt. Im Jahr 2002 wurde der erste Satellit der zweiten Meteosat-Generation (, MSG) gestartet, Meteosat-8. Der Betrieb von Meteosat-8 wurde Ende 2022 beendet, nachdem der Satellit vorübergehend über dem Indischen Ozean betrieben wurde, um dort eine Beobachtungslücke zu schließen. Der zweite Satellit (Meteosat-9) folgte im Dezember 2005, der dritte Satellit im Juli 2012. Der letzte Meteosat-Satellit (Meteosat-11) der zweiten Generation wurde im Juli 2015 gestartet. Meteosat-10 und -11 sind derzeit die „Arbeitspferde“ für die Wetterdienste. Sie beobachten kontinuierlich Europa und Afrika und liefern wesentlich höherwertige Daten als die erste Meteosat-Generation. Es befinden sich immer mindestens zwei aktive Meteosat-Satelliten im Orbit (In-Orbit-Redundanz), um einen lückenlosen Betrieb sicherzustellen.
Die dritte Generation von Meteosat-Satelliten (Meteosat , MTG) beinhaltet zwei Satellitentypen: einen Satelliten mit abbildenden Missionen, der sogenannte „“ (MTG-I), als Kontinuität der laufenden Meteosat-Reihe, und einen mit spektroskopischen Missionen, der sogenannte „„(MTG-S), der neue und weltweit einzigartige Daten liefern wird. Mit dem Start des ersten Imager-Satelliten (MTG-I1) im Dezember 2022 und seiner operationellen Inbetriebnahme Ende 2024 haben die MTG-Satelliten damit begonnen, den primären, operationellen Dienst zu übernehmen. MTG-I1 wurde im Zuge der Inbetriebnahme umbenannt in Meteosat-12. Der zweite Satellit, MTG-S1, wurde im Juli 2025 gestartet um den operationellen Betrieb ab 2026 aufzunehmen. Die restlichen MTG-Satelliten befinden sich aktuell in der Entwicklungs- und Bauphase (Phasen C/D).
Aufbau/Struktur
Die meteorologischen EUMETSAT-Programme werden in enger Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA durchgeführt. EUMETSAT ist verantwortlich für das Gesamtsystem, bestimmt die Nutzeranforderungen und übernimmt die Entwicklung des Bodensegments, den operationellen Betrieb der Satelliten, beschafft die Launcher und beteiligt sich finanziell am entsprechenden ESA-Programm. Die ESA ist im Rahmen der Kooperation zuständig für die Konzeption, die Entwicklung sowie den Bau der Satelliten und agiert als Beschaffungsagentur für die Nachbauten. Durch ein Kooperationsabkommen werden die Programme bei EUMETSAT und ESA formal zusammengeführt.
Geschichte/Meilensteine
- 08/2002Start Meteosat-8 (Betriebszeit 28.08.2002 – 13.10.2022)
- 12/2005Start Meteosat-9
- 07/2012Start Meteosat-10
- 07/2015Start Meteosat-11
- 12/2022Start MTG-I1 (Meteosat-12)
- 07/2025Start MTG-S1
- 2026Start MTG-I2
- 2030Start MTG-I3
- 2032Start MTG-S2
- 2034Start MTG-I4
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