Förderung des branchenübergreifenden und überbetrieblichen Datenmanagements zur Unterstützung landwirtschaftlicher Wertschöpfungssysteme (Verbundprojekt)

Status

ABGESCHLOSSEN

Start

2020

Typ

Projekte

Fördergeber

Logo Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat

Projektträger

Logo Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Ziel

Ziel ist es Fernerkundungsdaten in die Workflows der GeoBox-Infrastruktur (GBI) unter Berücksichtigung betrieblicher Sensordaten und öffentlicher Geodaten einzubinden. Zusätzlich sollen mittels der Fusion heterogener Geo- und Wetterdaten spezifische Simulationsmodelle standortspezifisch Entscheidungshilfen generieren. Dabei soll das im SoFI-Projekt implementierte Modell zur Befahrbarkeit landwirtschaftlicher Flächen verwendet werden. Als langfristiges Ziel gilt es anderweitige Daten wie z.B Sensordaten aus IoT-Netzwerken mit Fernerkundungsdaten und den simulierten Ergebnissen zu fusionieren und für den Boden- und Klimaschutz zu nutzen und eine KI-basierte Beratungsinfrastruktur vorzubereiten.
Die Förderung des branchenübergreifenden und überbetrieblichen Datenmanagements in der vergleichsweise kleinteilig aber vielseitig geprägten Agrarstruktur von Rheinland-Pfalz setzt auf einen breiten Praxistransfer von auf Bundesebene harmonisierten Datenschnittstellen und Vokabularien, die das Land mit dem Digitalen AgrarPortal (DAPrlp) und der GeoBox-Infrastruktur als gemeinsame Kommunikationsbasis ins Zentrum der untersuchten Anwendungsfälle stellt. Im organisatorischen Rahmen eines Living Lab wird sichergestellt, dass in allen Anwendungsfällen standardisierte Datenbestände erzeugt und genutzt werden. Dies ermöglicht einerseits eine landesweite Verteilung der Anwendungsfälle insbesondere zu den in Rheinland-Pfalz relevanten Sonderkulturen, die von den jeweils zuständigen Einrichtungen der Offizialberatung betreut werden. Andererseits wird sowohl gegenüber der landwirtschaftlichen Praxis als auch der Wirtschaft signalisiert, dass sich eine standardisierte Datenhaltung in den Betrieben lohnt, indem die einmal erfassten Daten vielseitig verwendet werden können. Die Bereitstellung öffentlicher Geoinformationen stellt einen wichtigen Katalysator für die Digitalisierung in der Landwirtschaft dar. Durch die Einbindung wissenschaftlicher Partner wird am Beispiel eines beteiligten Experimentierfeld-Betriebs, der in der 5G-Modellregion Kaiserslautern liegt, ein regionales Kontextmanagement zur Förderung des überbetrieblichen Smart Farming aufgebaut. Konzeptionell angebunden werden sollen auch ins Experimentierfeld Südwest eingebettete Robotikentwicklungen für die Sonderkulturen. Entsprechend bieten alle Anwendungsfälle wichtige Schnittstellen zu weiteren gemeinsamen Entwicklungsarbeiten mit der Privatwirtschaft an.
Ein wesentliches Ziel des Experimentierfelds Südwest ist die Qualifizierung des Berufsstands, um digitale Technologien effizient einführen und nutzen zu können. In alle Anwendungsfälle sind wissenschaftlich flankierte Coachingangebote integriert.


Projektteilnehmer

  • Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück Bad Kreuznach, Rheinpfalz, Eifel, Westerwald-Osteifel
  • Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau;
  • Technische Hochschule Bingen;
  • und Weitere

Verwendete Satelliten/Daten

  • Sentinel-1
  • Sentinel-2

Verwendete Daten/Geoinformationen

  • Drohnen

Anwendungsbereiche und Anwendungsfelder

Landwirtschaft
Klimawandel & Bodenschutz, Ressourceneffizienz & Digitalisierung

Weiterführende Informationen