Verbesserung von Prognosemodellen und Entscheidungshilfesystemen im Pflanzenschutzdurch Integration hochaufgelöster Erdbeobachtungsdaten und KI-optimierter Methoden

Status

AKTIV

Start

2024

Typ

Projekte

Fördergeber

Logo Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat

Projektträger

Logo Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Ziel

Der Deutsche Nationale Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) und die EU-Strategie ‚Farm-to-Fork‘ sehen eine deutliche Reduzierung der Anwendungsrisiken von Pflanzenschutzmitteln vor. Prognosemodelle (PM) und Entscheidungshilfesysteme (EHS) liefern wichtige Informationen zum Befallsrisiko durch Schadorganismen und entsprechende Handlungsempfehlungen. Sie sind daher unverzichtbare Planungsinstrumente, um dieses Ziel zu erreichen. PM und EHS basieren jedoch häufig auf räumlich grob aufgelösten Daten, was eine schlag- oder teilflächenspezifische Einschätzung des Befallsrisikos und somit die Planung einer reduzierten Anwendung von Pflanzenschutzmitteln stark einschränkt. Die Integration von hoch aufgelösten Erdbeobachtungsdaten (EO-Daten) und KI-optimierter Methoden in die PM und EHS wird die Prognosequalität deutlich erhöhen sowie das Ausweisen von Risikozonen inner- und außerhalb des Schlages ermöglichen. Die Herausforderung besteht darin, die EO-Datenprodukte so aufzubereiten, dass eine praxistaugliche Anwendung in PM und EHS möglich ist. Das Projektvorhaben GeoProg nimmt diese Herausforderung an und überprüft zahlreiche EO-Datenprodukte hinsichtlich ihrer Eignung für den Einsatz in PM und EHS. Die EO-Datenprodukte und daraus abgeleitete Folgeprodukte können weniger genaue Modellparameter direkt ersetzen oder ergänzen. Zusätzlich werden sie in verbesserte oder sogar in neue Risikokarten und Biomassemodelle einfließen. Die Zuverlässigkeit der EO-Datenprodukte und Folgeprodukte sowie die Performance der optimierten PM und EHS werden mithilfe von Referenzdaten (ground truth) überprüft. Ein wichtiger Aspekt des Vorhabens ist daher auch die Erhebung und nachhaltige Aufbereitung von bundesweiten Referenzdaten entsprechend der FAIR-Prinzipien. Die Projektergebnisse werden über Web Services und Apps dargestellt und so dem Landwirt, aber auch Pflanzenschutzdiensten als Werkzeuge zur Beratung und Entscheidungsfindung zur Verfügung gestellt.


Projektteilnehmer

  • Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP)
  • Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI)
  • Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches Geoforschungszentrum
  • Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion e.V. (ISIP)
  • heliopas.ai GmbH

Förderprogramm

Innovationsförderung


Anwendungsbereiche und Anwendungsfelder

Landwirtschaft
Ressourceneffizienz & Digitalisierung

Weiterführende Informationen