Ziel
Mit dem Klimaschutzplan 2050 hat sich Deutschland verpflichtet, bis zur zweiten Hälfte des Jahrhunderts weitgehend klimaneutral zu werden. Eine Erreichung dieses Ziels ist nicht möglich ohne auch in der Landwirtschaft den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und durch geeignete Maßnahmen zur Speicherung von Kohlenstoff und somit zu „negativen Emissionen“ beizutragen.
Umwelt- und Klimaschutz stehen zunehmend im Fokus der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020. So sollen nach derzeitigem Stand mindestens 25 Prozent der Direktzahlungen (1. Säule der GAP) für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, so genannte ECO-Schemes, und mindestens 30 Prozent der Mittel der 2. Säule für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM) zur Erhaltung von Ressourcen und zur Förderung einer emissionsarmen und klimaresistenten Landwirtschaft eingesetzt werden.
Die flächendeckende Erfassung der landwirtschaftlichen Nutzung mit Satellitendaten ermöglicht die Evaluierung der Effektivität solcher Umwelt- und Klimamaßnahmen in der Agrarlandschaft. Darüber hinaus kann die Fernerkundung eine wesentliche Datengrundlage für die Verbesserung der Berichterstattung im Rahmen der Zielerreichung des Klimaschutzplans für den Sektor Landwirtschaft liefern. Dies umfasst sowohl langfristige Entwicklungen als auch kurzfristige Schwankungen von emissionsrelevanten Aktivitäten.
Der Mehrwert von Satellitendaten in diesem Kontext ist belegt, es mangelt aber an technischen Konzepten für eine großflächige, konsistente, zeitnahe und verlässliche Umsetzung. Ziel des Projektes ist die Durchführung von Machbarkeitsstudien für die operationelle Erfassung von klimawirksamen Maßnahmen aus Copernicus-Satellitendaten als Beitrag zum Monitoring im Rahmen der GAP und der Klimaberichterstattung.
Projektteilnehmer
- Thünen-Institut für Betriebswirtschaft
Verwendete Satelliten/Daten
- Sentinel-1
- Sentinel-2
Verwendete Copernicus-Dienste
- Klimawandel
