Ziel
Das Projekt MoorgrünFE zielt darauf ab, eine Reihe von Indikatoren für Grünlandstandorte auf entwässerten bzw. sich in Wiedervernässung befindlichen Moorböden auf verschiedenen räumlichen Skalen (von der Parzellenebene zur regionalen Ebene) zu generieren. Diese Indikatoren werden mit Hilfe unterschiedlicher Sensoren (Feldspektrometer, Drohnen mit Hyperspektralkamera sowie Satellitenbilder) abgeleitet und ermöglichen Rückschlüsse auf Vegetationsmerkmale, den Bodenzustand und die Landnutzung. Sie können darüber hinaus als Eingangsvariablen für prozessbasierte Modelle zur Simulation des SOC-Gehalts dienen. Ein solches Modell soll genutzt werden, um die potenzielle zukünftige Entwicklung des SOC-Gehalts unter verschiedenen Landnutzungsformen und unterschiedlichen Klimaszenarien zu simulieren. Das Projekt strebt dabei die systematische Erfassung vielfältiger Wechselwirkungen zwischen abiotischen (Klima, Boden, Wasserhaushalt) und biotischen (Vegetation, Arten, Lebensräume) Komponenten sowie unterschiedlicher Maßnahmen des Managements einer Landschaft an, die sich in vielerlei Hinsicht fernab eines stabilen Gleichgewichts befindet. Insgesamt werden die entwickelten Methoden zur Überwachung der Widerstandsfähigkeit und der Veränderungen von Moorgrünland in größeren Gebieten geeignet sein und könnten dazu verwendet werden, vorgesehene Renaturierungsmaßnahmen auf die am meisten gefährdeten Gebiete auszurichten.
Projektteilnehmer
- Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.
Förderprogramm
Aktionsprogramm Natürlicher Umweltschutz
Verwendete Satelliten/Daten
- Sentinel
- EnMap
