Sentinel-6
Mit Sentinel-6 werden die jahrzehntelangen Messreihen der Jason-Satelliten zu den Meeresspiegelhöhen aus dem Weltraum fortgesetzt. Ein Set aus hochpräzisen Ortungsinstrumenten, darunter ein Radar-Höhenmesser und ein Mikrowellen-Radiometer, ermöglicht die zentimetergenaue Bestimmung der Meeresoberflächen – ein wichtiger Indikator für den Klimawandel. Sentinel-6 liefert auch Daten zu Windgeschwindigkeiten, Meeresströmungen und Wellen, die u.a. in der Schifffahrt von Bedeutung sind.
Sechs unterschiedliche Missionen bilden die Sentinel-Satellitenfamilie. Sentinel -1, -2, -3, -5P und -6 sind eigenständige Satelliten, während Sentinel-4 und -5 spezielle Messinstrumente sind, die auf den meterologischen Missionen MTG-S und MetOp-SG von EUMETSAT mitfliegen.
Die Missionen Sentinel-1, -2, -3 und -6 sind jeweils als Satellitenpaare (A und B) ausgelegt, die gleichzeitig im Orbit betrieben werden, um die zeitliche Wiederholrate zu erhöhen. Zur Sicherstellung der langfristigen Missionskontinuität werden diese Satelliten durch die Nachfolgemodelle C und D ersetzt. Darüber hinaus befinden sich für diese Missionen sogenannte Sentinel Next Generation-Satelliten (A+B) in Entwicklung, die ab den 2030er-Jahren schrittweise die vorherigen Generationen ablösen sollen.
Copernicus wird seit 2014 als operationelles Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union betrieben.
ORBIT
Nicht-sonnensynchron, 1336 km
WIEDERHOLUNGSRATE
10 Tage
| INSTRUMENT | RÄUMLICHE AUFLÖSUNG |
|---|---|
| Poseidon-4 Altimeter | 300 m – 20 km |
| Mikrowellen-Radiometer (AMR-C) | 25 km |
| DORIS-NG (Doppler -NG) | |
| (LRA) | |
| GNSS-POD | |
| GNSS-RO | 300 km (horizontal), 500 m (vertikal) |
ERDBEOBACHTUNGSPROGRAMM
COPERNICUS
BETEILIGTE ORGANISATIONEN
Europäische Weltraumorganisation (ESA)
Europäische Kommission (COM)
Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (EUMETSAT)
National Aeronautics and Space Administration (NASA)
National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA)
LINKS
Alle Infos auf einen Blick
Sentinel-6 Factsheet (ESA 2015)




